Bayer

Rechtsstreitigkeiten in den USA

06.02.2024

Bayer ist nicht vor weiteren Glyphosat-Klagen geschützt
Ein Berufungsgericht in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia entschied am 5. Februar, dass Bayer nicht vor Klagen betreffend der glyphosathaltigen Produkte geschützt ist. Somit ist der Versuch der Leverkusener gescheitert, tausende Glyphosat-Klagen abzuwehren.

 

Dieses Urteil reiht sich in die Entscheidungen mehrerer Berufungsgerichte ein, die zuvor in vergleichbaren Verfahren zu dem selben Ergebnis kamen. Die Strategie dahinter: Würde ein Berufungsgericht anders urteilen, wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Supreme Court in Washington diesen Fall annehmen würde. Ein für Bayer positives Urteil vom Obersten Gericht der USA würde die Haftung von Bayer bei den Glyphosat-Streitigkeiten begrenzen.

 

Bayer gab bekannt, dass das Unternehmen mit dem Urteil nicht einverstanden ist und die glyphosathaltigen Produkte bei richtiger Anwendung als sicher betrachte.
Von Stefan Wozabal

 

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27.01.2024

Bayer: Weitere Glyphosat Niederlage in den USA
Eine Geschworenen-Jury in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania entschied am 26. Januar, dass der glyphosathaltige Unkrautvernichter „Roundup“ für die Krebserkrankung des Klägers verantwortlich ist und verurteilte die Bayer-Tochter Monsanto – nicht rechtskräftig - zu 2 Milliarden Dollar Schadenersatz und 250 Millionen Dollar als Verlustausgleich.

Bayer kündigte Berufung gegen dieses Urteil an. Der DAX-Konzern betrachtet die glyphosathaltigen Produkte bei richtiger Anwendung für unbedenklich. Die US-Behörden bewerten Glyphosat auch in diese Richtung.
Zum Vergleich: Vergangenen November verlängerte die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat für weitere 10 Jahre.

Bayer hat sich die Glyphosat- und PCB-Schwierigkeiten 2018 mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Monsanto nach Leverkusen geholt.
Von Stefan Wozabal

 

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25.12.2023
Bayer gewinnt Glyphosat-Streit in Kalifornien
Eine Geschworenen-Jury in San Benito County im US-Bundesstaat Kalifornien entschied, dass der glyphosathaltige Unkrautvernichter „nicht für die Krankheit des Klägers verantwortlich ist“ wie Bayer bekannt gab.
Von den letzten 15 Prozessen in erster Instanz, hat der DAX-Konzern 10 gewonnen. 

Von Stefan Wozabal

 

 

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19.12.2023
Bayer mit weiteren PCB-Schwierigkeiten in der Region Seattle
Am King County Superior Court im US-Bundesstaat Washington sprach eine Geschworenen-Jury ehemaligen Lehrern und Schülern 784 Millionen Dollar Strafschadenersatz und 73 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Das Gericht folgte der klagenden Partei, die für ihre gesundheitlichen Schwierigkeiten das Umweltgift PCB verantwortlich macht. Zur Zeit sind mehrere Verfahren rund um das Sky Valley Education Center anhängig. Am 21. November 2023 wurde Bayer – nicht rechtskräftig – zu einer Geldstrafe von 165 Millionen Dollar verurteilt.

Bayer kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an. Der DAX-Konzern teilte mit, dass es keine objektiven Beweise gebe, dass die klagende Seite einem gefährlichem PCB-Niveau ausgesetzt war.

PCB ist seit 1979 in den USA verboten. Zuvor, von 1935 bis 1977, hatte Monsanto diese Chemikalie produziert. Mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Monsanto im Jahr 2018, hat Bayer auch die PCB- und Glyphosatstreitigkeiten mitübernommen.
Von Stefan Wozabal

 

 

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06.12.2023

Bayer mit weiteren Schwierigkeiten
Der DAX-Konzern musste in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania eine weitere - nicht rechtskräftige - Niederlage im Glyphosat-Streit hinnehmen.

Eine gespaltene Geschworenen-Jury folgte der Argumentation der Klägerin, die für ihre Krebserkrankung die Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters „Roundup“ schuldig machen will. Das Gericht sprach in erster Instanz der klagenden Seite 3,5 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Relativ wenig im Vergleich zu den vergangenen Urteilen der Erstgerichte. Bayer kündigte Berufung an und verwies darauf, dass dieses Urteil im Widerspruch gegen die weltweiten wissenschaftlichen und regulatorischen Bewertungen steht.

Auch wenn sich die Niederlagen bei den Erstgerichten beim Streitthema Glyphosat in jüngster Vergangenheit häufen, ist die Statistik weiter positiv für Bayer. 9 Siegen stehen 5 Niederlagen gegenüber.

Neben Glyphosat hat Bayer in den USA auch Rechtsstreitigkeiten wegen der seit 1979 verbotenen Chemikalie PCB. 2018 haben sich die Leverkusener diese Schwierigkeiten mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des US-Konzerns Monsanto ins Haus geholt.

Von Stefan Wozabal